Der Krumbacher Höhenweg

Vor vielen Jahren war ich das letzte mal in dieser Region unterwegs. Heute wollte ich mit meiner Frau hier wieder eine Tour unternehmen. Es war eigentlich eine Dreitagestour geplant. Doch die Hütten waren alle bis auf die Mindelheimer Hütte ausgebucht. So suchten wir uns eine tagesfüllende Tour. Die Entscheidung viel auf den „Krumbacher-Höhenweg“

https://www.komoot.de/collection/1250171/-bergtour-zur-mindelheimer-huette

Wir reisten am Vortag an und übernachtetet in einer Pension in der Nähe. Am nächsten Morgen fuhren wir mit einer der ersten Bahnen zur Bergstation Kanzelwand.

Wie immer bei so beliebten Bahnen, war schon viel los. Nach 15 Minuten sind wir oben und genießen erst einmal den Rundblick und orientieren uns nach den Wegweisern

Der Weg bis zur Mindelheimer Hütte ist mit 4,5 Stunden angegeben 😉 Anschließend wandern wir zum Gipfel der Kanzelwand.

Bis kurz vor dem Gipfel ist der Weg, für die Sommerschuhwanderer ausgebaut.

Nach dem Gipfel sind wir bald alleine unterwegs. Wir treffen nur noch selten auf weitere Wanderer.

Noch genießen wir die Aussicht und steigen den Berg ab, bis wir nach 90 Minuten die Abzweigung zur Fellhornbahn erreichen. Hier treffen wir wieder auf Wanderer.

Immer weiter geht es bergab. Wir kennen ja die TOPO von unserer Tour und so wissen wir das wir zwei Täler durchwandern dürfen.

Nach weiteren 60 Minuten erreichen wir den tiefsten Punkt des ersten Tales.

Hier zweigt der Weg zur Fiderer Passhütte ab. Es ist das Ziel der meisten Wanderer. Hier ist der Start des Mindelheimer Klettersteigs . Es besteht auch die Möglichkeit von hier den Krumbacher Höhenweg zu beginnen.

Wir hatten uns jedoch von Anfang an für die zweite Variante entschieden. Wenn wir uns das Gelände anschauen, stehen uns jetzt schon die Schweißperlen auf der Stirn.

Nach kurzer Pause starten wir den Anstieg. Schnell stellt sich heraus das es vom Gelände doch nicht so ausgesetzt ist wie es von unten ausgeschaut hat.

Steil ist es aber schon. Vor allem es geht in Wellen bergauf und immer wenn man denkt dass wir es geschafft haben, kommt noch ein Aufschwung. Doch nach gut 90 schweißtreibende Minuten stehen wir auf dem Sattel.

Wir sind bereits 4 Stunden unterwegs und auf dem Schild steht 3 Stunden (von 4,5 Stunden) bis zur Mindelheimer Hütte. Vor den Zeitangaben waren wir aber bereits gewarnt worden.

So wandern wir weiter. Es geht wieder bergab. Nicht mehr so steil wie vorher, aber eben bergab. Die Aussicht ist wunderschön.

In der Ferne sehen wir ein Dach einer Hütte. Es ist jedoch nur eine Almhütte. Es geht weiter und weiter. An einem Bach freuen wir uns über kühles Bergwasser. Wir sind bereits 5,5 Stunden unterwegs und können über die Wegweiser und ihre Zeitangaben nur schmunzeln. Nach 6,5 Stunden kommt endlich nach einer Kurve, die Hütte in Sicht.

Die letzte halbe Stunde bergauf und wir haben es geschafft. Jetzt freuen wir uns über kühle Getränke und eine Stärkung.

Die Hütte ist nur zur Hälfte belegt (Covid Regeln) und hat Zimmerlager. Wir sind zu sechs in einem 12er Zimmer. Nach einem gemütlichen Abend und recht ruhigen Nacht, genießen wir unser Frühstück und beim Blick aus dem Fenster, bestätigt sich der Wetterbericht.

Die Wolken hängen tief und es ist ungemütlich. Wir starten den zweiten Tag mit dem Aufstieg zur „Kemptner Scharte“.

Von hier geht es die nächsten 45 Minuten „sehr steil“ bergab. Der Weg ist, wo es möglich ist ,mit Fixseilen gesichert. Die Stellen wo es keine gibt fordern meine ganz „Nervenkraft“. Es nieselt leicht und das macht es auch nicht besser.

Dafür bleibt mir der Blick in die Tiefe erspart. Ich habe meine Komfortzone verlassen und freue mich über jede kleine Annährung an die hintere Wildenalpe.

Nach 90 Minuten erreichen wir die Wildenalpe.

Von da an wird es immer leichter. Das bedeutet jedoch nicht das wir keine weiteren steile Passagen haben. Diese sind jedoch nicht mehr ausgesetzt. Seit gut einer halben Stunde ist es nun richtig am regnen. Nach weiteren 75 Minuten erreichen wir schließlich die Wildental Fluchtalpe

So freut es uns das wir jetzt auf Forst- und Güterwegen flott weiter gehen können. Der Regen wird immer stärker. Nach insgesamt 4,5 Stunden erreichen wir schließlich Hirschegg und haben Glück der Linienbus kommt wenige Minuten später

kurze Anmerkung:

eine schwere zwei Tagestour. Nur bei guten Wetter und Sichtbedingungen starten (Tag 1). Es gibt für die Zeitangaben zwar Formeln. Wir haben jedoch schon festgestellt, das dieser errechnete Mittelwert, sehr unterschiedlich ist. Ich bin sowieso kein Maß, aber auch meine Frau war über die Angaben hier in der Region mehr als verwundert

Tour in Kürze:

  • Parkplatz: für Mehrtagestouren Parkplatz 5 der Kanzelwandbahn
  • Start: Bergstation Kanzelwandbahn
  • Ziel:
    • Tag 1: Mindelheimer Hütte
    • Tag 2: Hirschegg Bushaltestelle
  • Dauer:
    • Tag 1: 7,5 Stunden
    • Tag 2: 4,5 Stunden
  • Schwierigkeit: schwarz
  • Wegenummern: 446, 443,442,
  • Hütten: Mindelheimer Hütte,
  • RELIVE 1 Tag
  • RELIVE 2 Tag

Ich würde mich über Tipps und Anregungen und dein Feedback freuen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: