Mit dem Zug von Wels nach Aschach an der Donau

oder ein kleiner Sonntagsausflug zur Donau

Schon seit Jahren viel mir immer wieder die Bahnstrecke von Wels Richtung Eferding aus einem Grund auf. Nie sah ich hier eine Zug fahren. Doch alles deutet darauf hin das noch Züge verkehren nur wann war die Frage. Heute war das Richtige Wetter für eine solche Erkundung. Ich suchte zuerst mal auf der ÖBB Streckenkarte die Strecke und wurde fündig. So gab ich in der Fahrplanauskunft im Internet den Zielbahnhof Aschach an der Donau ein und fand eine direkt Verbindung am Sonntag. Ich traf rechtzeitig am Bahnhof ein um diesen Zug nicht zu verpassen.

Auf der Anzeige auf dem Bahnsteig steht meine Zug mit Abfahrt 15:,01 Uhr. Der Fahrplan lässt mich schmunzeln.

Es gibt pro Tag nur eine Personenzug Verbindung. Werktags ist die Abfahrt morgens um 5:31 Uhr, Samstags 15:01 Uhr und zusätzlich vom 01 Mai bis Ende Oktober auch am Sonntag ebenfalls um 15:01 Uhr.

Im Winter fährt Sonntags kein Zug!

Das diese Strecke noch in Betrieb ist. Es wird 15:01 und kein Zug ist da. Eine Minute später taucht in der Ferne ein Triebwagen auf.

Nur er kommt aus der Salzburger Richtung.

Keine Durchsage kommt aus den Lautsprechern. Der Zug kommt einfach.

Er hält und der Lokführer wechselt auf die andere Zugseite in den Fahrstand. Zwei weitere Fahrgäste steigen ebenfalls ein.

So wie der Zug gekommen ist, beginnt auch die Fahrt.

Keine Durchsage der Zug fährt einfach los. Es geht zuerst  in voller Fahrt :mrgreen: auf der Strecke Richtung Passau bis nach Haiding. Leichter Regen setzt ein. Doch das wird wohl nur ein Schauer sein.

Hier bleibt der Zug kurz stehen. Dann biegt der Zug auf das Gleis in Richtung Eferding ab und nun beginnt eine andere Zeitrechnung.

Mit max 40 km geht es weiter. Der Lokfüher braucht seinen Finger gar nicht vom Knopf des Signalhorn nehmen. Laufend müssen kleine Feld-; Güterwege oder Gemeindestraße überquert werden.

Nun geht es aber weiter mit meiner Zugfahrt. Wer will darf auch an den verschiedenen Stationen aussteigen.

Aber nur wenn er rechtzeitig den „Halteknopf“ drückt. Nur es drückt in keiner. Schließlich erreichen wir Eferding.

Hier ist ein kleiner Knotenpunkt mit den Nahverkehrszügen aus Linz. Diese fahren auch deutlich öfters. Nun steigen die zwei anderen Passagiere aus und ich blieb sitzen.

Das scheint auf der Strecke selten vor zu kommen. Der Lokfüher kam extra aus der Fahrerkabine raus und schaute nach. Schließlich geht es mit Höchstgeschwindigkeit 😉 weiter.

Ich hatte den ganzen Zug für mich alleine. Eine farbenfrohe Fahrt durch das Eferdinger Becken.

Nach einer Fahrzeit von insgesamt vierzig Minuten erreichen ich den Endbahnhof der Strecke.

Hier sieht man auch den Grund wieso die Strecke noch in Betrieb ist. Eine große Maisstärke Fabrik.

Hier stehen viele Güterwagen. Die Ware wird entweder mit dem Schiff auf der Donau oder mit dem Zug und natürlich per LKW transportiert.

Die Bahnstrecke geht noch weiter bis zu der großen Verladestation an der Donau. Für den Personenverkehr endet aber hier an dem kleinen Bahnhof die Fahrt und ich verlasse den Zug.

In wenigen Minuten erreiche ich die Donau.

Mir ist die Strecke gut bekannt. Diese Stück bin ich schon auf dem Donauradweg gefahren.

Auch die Brücke über die Donau haben wir schon öfters genutzt, wenn wir in das Mühlviertel gefahren sind.

Ich gehe entlang der Donau und mache eine kurze Pause in einem Kaffeehaus.

Anschließend setzte ich meinen kurzen Rundgang fort. Durch kleine verlassene Gassen.

Im Sommer wird es heuer anderes gewesen sein.

So schlendere ich weiter und bin wieder rechtzeitig am Bahnhof um den Zug nicht zu verpassen.

Der Zug hat ein kleines Fahrradabteil und genau dafür ist der Zug zb. für uns interessant.

So haben wir die Möglichkeit mit dem Zug von Wels nach Passau zu fahren und von dort mit dem Fahrrad bis Aschach an der Donau auf dem Donauradweg.

Vorbei an der Schlögner Schlinge usw. und von Aschach mit dem Zug zurück.

Das werde ich mir für das nächste Jahr merken.

Doch noch warte ich auf die Abfahrt und schaue mir die sehr großen Fabrikgebäude an.

Ich hatte mich schon darauf eingerichtet das ich den Zug ganz für mich alleine habe.

Doch weit gefehlt, es warten schon andere Fahrgäste auf die Abfahrt und bis Eferding stiegen noch einige zu.

Sa waren wir 9! Personen die, die Rückfahrt nach Wels antraten.

In Wels das gleiche wie bei der Abfahrt als der Zug eintrifft. Es folgen nicht die üblichen Durchsagen welche weiteren Verbindungen jetzt zur Verfügung stehen.

Es scheint ganz so als wäre wir nie angekommen.

Ein Fahrt wie in eine andere Zeit geht zu Ende. Die Frage bleibt aber. Warum fährt unter der Woche der Zug so früh nach Aschach und wenn er den Zielbahnhof erreicht hat wenige Minuten später gleich wieder zurück.

Hier noch die Bildersammlung

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